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Ein Schultag mit der Feuerwehr

Am Mittwoch, den 22.02.2015, haben Willi Hussendörfer, Christian Popp und Sigrid Mager aus dem Team der Brand-schutzerziehung im Landkreis Lichtenfels die dritte Klasse der Grundschule in Schney besucht.

Folgenden Bericht mit Bildern haben wir freundlicherweise von Frau Mager zur Verfügung gestellt bekommen.
Vielen Dank dafür!
Brandschutzerz. 2015_1

 

Gespannt sitzen die Schüler in der Klasse, vier Schulstunden erleben Sie heute einen etwas anderen Stundenplan. Der Notruf, das Verhalten im Brandfall, die Feuerwehr unter Atemschutz, die Aufgaben der Feuerwehr, Feuer als Freund, Feuer als Feind sowie die Grundkenntnisse einer Verbrennung stehen auf dem Unterrichtsplan.

 

Einen Notruf abzusetzen, das ist richtig aufregend, nicht alle Kinder trauen sich deshalb auf Anhieb. Bei dem Beispiel Küchen und Fernseherbrand wird mit der Notrufanlage sofort nach dem Verlassen des Brandraumes und Schließen der Türe die Feuerwehr alarmiert. Beim dargestellten Bild einer Stichflamme am Grill, sollen die Grundschüler erkennen, dass hier in erster Linie die verletzte Person den Notarzt benötigt. Die Kinder lernen schnell und sind mit Feuereifer am Geschehen dabei. Beim letzten Bild dem Dachsstuhlband funktioniert der Notruf bereits perfekt.

 

Die Einheitliche Nummer in Europa 112, ist leider nicht immer allen bekannt. Der Anruf kostet nichts und ist von jedem Telefon aus machbar. Das wichtigste: Du darfst wirklich erst auflegen, wenn es der Disponent in der Leitstelle erlaubt. Notrufmissbrauch ist strafbar, auch das wird den Kindern vermittelt.

 

Die Brände bereits zu Beginn des Jahres haben deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, zu wissen, was zu tun ist und das nicht nur in der Schule. Die Hauptgefahr eines Brandes ist oft nicht das Feuer selbst, sondern die giftige, ätzende und erstickende Wirkung des Brandrauches. Anhand von Bildern in der Beamer-Präsentation wird gezeigt, dass man beim Verlassen des Gefahrenbereiches unbedingt die Türen schließen soll. Am sichersten ist es aber, verqualmte Bereiche (z.B. Treppenhaus) gar nicht zu betreten. Wenn der Weg nach draußen verqualmt ist, lernen die Kinder dann geht in ein rauchfreies Zimmer und macht euch dort am Fenster bemerkbar.

 

 

Die Feuerwehr trägt eine ganz besondere Kleidung, diese schützt vor Hitze und Kälte. Christian Popp aus der FW Altenkunstadt rüstet sich mit der Schutzkleidung im Klassenzimmer aus und erklärt den Kindern eindrucksvoll, wie sich die Feuerwehr unter Atemschutz auch vor dem Rauch schützen kann. Nur unter der Atemschutzmaske und der Flasche mit Luft auf dem Rücken ist es möglich Menschen aus verqualmten Gebäuden zu retten. Die mitgebrachte Ausrüstung wird natürlich gleich von allen ausprobiert, Frau Böhm, die Lehrerin und sogar die Rektorin der Schule Frau Michaela Schell lassen es sich nicht nehmen ebenfalls die schwere Atemluftflasche aufzusetzen.

 

Ein weiteres Thema, mit dem wir uns beschäftigt haben, war das Thema „Feuer als Freund und Feuer als Feind. Ein Feuer im Kamin wärmt, eine Kerze verbreitet schöne Stimmung, ein Grill bereitet leckeres Essen. Doch jedes gute Feuer kann zu einem schlechten Feuer führen, wenn man nicht aufpasst. Wenn Feuer seinen richtigen Platz verlässt und Flammen groß und heiß werden können sie Schmerzen und Verbrennungen verursachen. Feuer kann dann fast alles zerstören.

 

Ein Feuer kann nur entstehen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind:

Das Vorhandensein von brennbarem Material, eine ständig neue Luftzufuhr (Sauerstoff) und ein Überschreiten der Entzündungs-temperatur.

 

Auf einer feuerfesten Unterlage werden einzelne Versuche unter der Aufsicht von Willi Hussendörfer durchgeführt. Nicht immer liegen die Kinder richtig mit ihrer Einschätzung ob etwas brennt oder nicht brennt. Erschreckend ist die Feststellung das mache Materialien bereits durch die Wärme alleine endzündet werden können.

 

Zwei Kurzfilme zum Thema Rauchmelder und der Brand eines Sofas runden den Unterricht ab.

 

Ein wirklich interessanter Vormittag, alle Beteiligten haben viel über das Thema Feuer erfahren.

 

Jährlich werden im Landkreis Lichtenfels verschiedene Kindergartengruppen sowie alle dritten Schulklassen. Im Jahr 2014 sind rund 1200 Personen durch die Brandschutzerziehung unterrichtet worden.

 

Brandschutzerz. 2015_3

Eine Schülerin trägt die mitgebrachte Fluchthaube und wird vom Feuerwehrmann Christian aus dem Rauch gerettet.

Brandschutzerz. 2015_4

Er findet die Atemschutzflasche ganz schön schwer.

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Schülerin bei Brandversuch.

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