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Der Nothelferweg: Vierzehnheiligen

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Basilika Vierzehnheiligen

Tochter der ehemaligen Zisterzienserabtei Langheim

Kaum ein Bauwerk, das von der Zisterzienserabtei Langheim (Bild oben: Klosteranlage im 18. Jahrhundert) errichtet wurde, ist so bekannt wie die Basilika Vierzehnheiligen.

Im Gegensatz zur „Tochter“ findet das im Leuchsengrund gelegene „Mutterkloster“ allerdings eher weniger Beachtung.

Durch einen Brand 1802 in Teilen beschädigt und im Zuge der Säkularisation am 24. Juni 1803 aufgelassen, erzählen die verbliebenen Reste auch heute noch eindrucksvoll von der wechselhaften Geschichte des Klosters.

Bei der Einweihung der Wallfahrtskirche in Vierzehnheiligen im Jahr 1772 war wohl niemandem der Anwesenden bewusst, dass diese Feierlichkeiten das letzte große Fest des Klosters Langheim war.

1734 zum Abt des Klosters Langheim gewählt, ließ Abt Stephan Mösinger bei den Planungen für Vierzehnheiligen Bescheidenheit walten und beauftragte Gottfried Heinrich Krohne einen bezahlbaren Entwurf vorzulegen. Allerdings lehnte der Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn diesen Plan ab und beauftragte seinerseits Johann Jakob Michael Küchel mit dem Neubauprojekt. Diesem Entwurf stimmte Abt Stephan nicht zu, sicherlich auch weil der erste abgelehnt worden war.

Als dritter Architekt legte Balthasar Neumann einen Entwurf vor. Da er kurz vorher einen Plan für eine neue Abteikirche in Langheim erstellt hatte, wollte er in den beiden Entwürfen eine sichtbare Verbindung der beiden Kirchen herstellen.

So war die Abteikirche als „Mutterkirche“ größer und Vierzehnheiligen als „Tochterkirche“ deutlich kleiner geplant. Dieser Entwurf fand die Zustimmung von Abt Stephan und dem Fürstbischof. Um beide Projekte verwirklichen zu können, ließ Abt Stephan die vorgelegten Entwürfe für eine noch kostengünstigere Lösung von Küchel überarbeiten.

1742 wurden die Fundamente dann nach diesen Plänen ausgegraben.

Am 23. April 1743 legte Abt Stephan den Grundstein für die Wallfahrtskirche in Vierzehnheiligen. Fast dreißig Jahre dauerte die Bauzeit, da die Ausgaben, ohne größere Schulden zu machen, aus den laufenden Einkünften des Klosters bestritten wurden.

Die feierliche Einweihung der prächtigen Barock-Rokkoko-Kirche erfolgte am 16. September 1772 durch Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim unter dem Abt Malachias Limmer.

Die von Balthasar Neumann vorgelegten Entwürfe für eine neue Abteikirche in Langheim wurden nie verwirklicht.

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